Armenia in der Kaffeeregion Quindío

Mitten in Kolumbien auf einem Plateau der Zentralkordillere liegt diese Bauernregion mit ihren namensgebenden Kaffeeplantagen. Diese einzigartige Gegend wurde 2011 sogar zum Weltkulturerbe erklärt. Trotz der Höhe von 1500 bis 2000m ist das Klima deutlich tropischer und wärmer als das von Bogotá. Auch die Nachtemperaturen sinken nicht so stark ab.

Kolumbien ist weltweit der drittgrößte Exporteur von Kaffeebohnen nach Brasilien und Vietnam, jedoch der zweitgrößte Produzent von Arabica Kaffee nach Brasilien. Die Arabica Bohne besticht durch ihren milden Geschmack und ist wesentlich anspruchsvoller im Anbau als der Robusta Kaffee. Vietnam liefert ausschließlich Robusta Kaffee. 

Die Kaffeeregion gliedert sich in 5 Bezirke. Wir starten unsere Reise in der Region Quindío, deren Hauptstadt Armenia ist. Später werden wir auch die nördliche Region um Manizales kennenlernen. 

Nach 42 Jahren machen wir wieder einmal einen Flug mit Avianca von Botogá nach Armenia. Wir haben uns in der Nähe von Armenia auf der Hazienda Bambusa einquartiert. Unser Fahrer holt uns am Flughafen ab und überrascht uns, als er kurz hinter dem Flughafen in einen unbedestigten Nebenweg abbiegt. Damit beginnt eine 45 minütige Marterstrecke. Bärbel ist bedient.

Eingebettet in die Farm ist das aus Bambus und Tonfliesen bestehende Haus, welches im typischen Stil der Kaffeeregion erbaut wurde. Um einen offenen Innenhof sind die Zimmer teilweise mit eigenem Pool angeordnet. Die Terrasse bietet einen weiten Blick über das Tal, so dass man zu jeder Zeit Singvögel, Karakaras,  Ibisse, Papageien jedweder Größe sowie Agoutis beobachten kann.

Wir haben ein wunderschönes großes Zimmer mit Pool und einer riesigen Terrasse mit zwei Sitzecken und insbesondere zwei Futterstationen für Kolibris.

Umgeben von geschützten Bambuswäldern, Flüssen und Bächen war die Finca bis vor 2 Jahren Teil einer großen Kakaoplantage. Der Eigentümer hat dann die Plantage an seine Kinder vererbt. Die meisten haben ihren Erbteil verkauft. Seitdem wandelt der neue Eigentümer das Land leider zu einer monokulturellen Limonenplantage um, was offensichtlich ökonomischer aber leider keineswegs ökologischer ist. Dies wurde auf unserer Bird Watching Tour deutlich, da sich im Limonen Acker insbesondere dank umfänglich Spritzaktionen kein Lebewesen mehr bewegte – dadurch auch bei Vögeln Fehlanzeige. Auf unserer Hazienda hingegen konnten wir viele Vögel beobachten.

Wo auch immer eine Höhle ist, brüten Papageien.

Auch die Spechte sind aktiv

Eindrucksvoll ist auch der Caracara.

Auf unserer Birdwatchingtour auf unserer Hazienda sehen wir noch viele weitere Vögel.

Kakaoplantage

Zum Glück ist ein kleiner Teil als Kakaoplantage erhalten geblieben und bietet heute den Gästen die Möglichkeit, sich über Anbau und Verarbeitung von Kakao  zu informieren.

Die Gastgeberin Aida ist super freundlich und hat uns herzlich mit einem selbstgemachten Saft empfangen. 

Unser Guide Christian erklärte uns ausführlich viele Details des Kakaoanbaus, insbesondere auch den Unterschied zwischen der robusten, nicht so ertragreichen Originalpflanze und der gezüchteten, ertragreicheren Variante. Interessanterweise kann eine Pflanze beide Varianten haben.

Wir ernten einige Früchte.

Christian zeigt uns, wie wir Kakaobohnen sortiert, trocknet und aus den getrockneten Bohnen in wenigen Schritten leckeren Kakao herstellen kann.

Kaffeeplantage La Morelia

Natürlich besuchen wir auch eine Kaffeplantage. Wir sehen uns den Produktionsprozess an und problieren die verschiedenen Kaffesorten. Wir sind überrascht, wie unterschiedlich die einzelnen der Kaffeesorten schmecken.

Die Kaffeefelder.

Der Versand.

Salento und Cocora Tal

Wir fahren zu zwei ikonischen Orten der Kaffeekultur, dem Cocora-Tal und dem Dorf Salento inmitten in der Cordilliera Central der kolumbianischen Anden. In Salento, einem der malerischsten Dörfer Kolumbiens, genießt man die Gastronomie und den feinsten Kaffee der Welt.  

Im Cocora-Tal findet man auch den Nationalbaum Kolumbiens, die majestätische Wachspalme.

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