
Aruba ist die erste der drei ABC – Inseln (Aruba, Bonaire, Curaçao), die wir besuchen. Sie gehört geologisch und geographisch zu Südamerika und ist Teil der Kleinen Antillen in der südlichen Karibik. Die Insel liegt nur 25 Kilometer nördlich von Venezuela. Bei klarem Wetter sieht man die Küstenberge von Venezuela.
Am 10. Oktober 2010 wurden die Niederländische Antillen aufgelöst. Seitdem ist Aruba neben Curaçao selbständig und wird lediglich in außenpolitischen Angelegenheiten von den Niederlanden vertreten. Bonaire, Saint Maarten, Sint Eustatius und Saba sind unverändert Gemeinden der Niederlande. Die Amtssprache Arubas ist Niederländisch; Verkehrssprache, auch mit Ämtern, ist zusätzlich Papiamento, die auf den ABC-Inseln verbreitete Kreolsprache.
Von 1825 bis etwa 1915 war auf Aruba die Goldgewinnung der größte Wirtschaftszweig.
Während des Zweiten Weltkriegs spielten die Erdölraffinerien eine wichtige strategische Rolle für die Energiesicherung der USA. Da das Rohöl aus Venezuela importiert werden musste, ist dieser Wirtschaftszweig seit dem Konflikt mit Venezuela tot. Die Raffinerien liegen brach und verfallen.
In neuerer Zeit spielen auf Aruba Offshore-Banken und Datenverarbeitungsfirmen eine zunehmende wirtschaftliche Rolle.




Wir gehen in Oranjestad von Bord und unternehmen eine kleine Inseltour. Die Insel ist nicht tropisch und ziemlich karg. Regen ist äußerst selten, aber heute gibt es tatsächlich ein paar kurze Schauern.
Die Flora besteht neben Kakteen und Agaven hauptsächlich aus Trockenbüschen.


Der bekannteste Baum ist der Div-Divi-Baum mit seinen Früchten.
Omnipräsent sind die runden, aus sehr altem Granitstein gebildeten Felsformationen, die wir schon aus dem Tayrona Nationalpark kennen. Der einzige “Berg” der Insel, der Hooiberg, ist 165 m hoch.









Der Nationalpark Arikok erstreckt sich im Norden bis zur Atlantikküste und wird besonders häufig mit Jeep Safaris erkundet. Hier sieht man alte Lavaströme, die sich bis ins Meer ergossen haben, sowie die berühmte Natural Bridge.
Ansonsten zeichnet sich Aruba durch schöne Strände (Eagle Beach) aus. Der Tourismus ist inzwischen der Haupt-Wirtschaftsfaktor.




Nachmittags unternehmen wir noch einen Bummel durch Oranjestad und wundern uns über die Vielzahl an Geschäften zu Luxusartikeln. Alle wichtigen Label Schweizer Uhren und italienischer Mode sind hier vertreten. Wir fragen uns, wer das denn hier alles kauft?



Dann werden wir von einer kurzen Schauer überrascht. Grund genug für uns, in einer der Strandkneipen erst einmal ein Bier und einen Cocktail zu trinken.
Abends vor der Abreise überrascht uns dann noch ein Sonnenuntergang der Extraklasse.



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