Auf dem Mekong nach Luang Prabang

Der Mekong mit einer Gesamtlänge von 4200 km stammt aus dem östlichen Tibet und bildet allein über 1500 km die Grenze zwischen Las und Thailand. Er bildet für Laos eine wichtige Lebensader und ermöglicht über Kanäle die Bewässerung der Reisfelder. Aufgrund der Höhenlage kann in Laos – im Gegensatz zu Vietnam – allerdings nur eine Ernte eingefahren werden.

Wir fahren in den nächsten Tagen mehr als 300 km auf dem Mekong und starten in HouayXai  an der Grenze zwischen Thailand und Laos.

Hier sehen wir einen archaischen Grenzposten:

Aufgrund des Niedrigwassers muss der Skipper zahlreiche Felsen und Stromschnellen umrunden. Im Mai/Juni wird deshalb sogar der Schiffsverkehr eingestellt. Um auch bei Hochwasser die Untiefen leichter erkennen zu können, wurden Betonpfeiler auf den Felsen aufgebracht:

Verständlicherweise kann der Mekong nachts nicht sicher befahren werden, so dass wir 2 Übernachtungen einplanen.

Auch hier haben die Chinesen bereits zugeschlagen und an dem Nordufer Pazellen zum Anbau von Bananen an gekauft. Unser Guide nennt sie chinesische Bananen.

Ein Stopp führt uns zu einem Dorf der Kamu, die aus dem Süden Chinas eingewandert sind. Ein sehr zurückhaltendes Völkchen, überhaupt nicht aufdringlich irgendwelche Waren zu verkaufen. Jede Familie besitzt ihren Reisspeicher, der den Vorrat für ein Jahr aufnimmt.

Kurz vor Pakbeng sehen wir die erste modern gebaute Brücke über den Mekong. Hier haben die Chinesen eine Verbindung zwischen Südchina über Laos nach Thailand geschaffen, um ihre Waren besser transportieren zu können. 

Pakbeng klebt an steilen Hängen des Nam Beng Massivs und lebt von der Mündung des von China kommenden Nam Beng Flusses in den Mekong. Gleichzeit ist das Dorf durch die Kreuzung alter Handelswege bekannt. Abends sind wir dann nach 8 Stunden Fahrt froh, in unserer Luang Say Lodge anzukommen und den herrlichen Blick auf die Mekongschleife zu genießen.

Am frühen Morgen verlassen wir Pakbeng ist es so kalt, dass wir dankbar die Ponchos annehmen. Nur langsam verzieht sich der Nebel, so dass die Sonne spärlich durchscheinen kann.

Unsere Fahrt auf dem Mekong geht weiter, wie gewohnt vorbei an Felsen und Dörfern, immer die Stromschnellen im Blick

Im Dorf Ban Baw, welches vom Lowland Volk besiedelt ist, machen wir erneut Pause. Im Gegensatz zu den Bergvölkern stellen sie sich uns gegenüber als wesentlich „verkaufsorientierter“ dar. Sie bieten überwiegend eigen produzierte Seidenprodukte an. Natürlich können wir nicht widerstehen und kaufen diverse Tücher.

Gegen frühen Nachmittag verlassen wir das Schiff im Dorf Kamu und übernachten in der Kamu Eco Lodge. Hier wohnen wir quasi im Reisfeld, Strom gibt es aus Sonnenkollektoren und Wasser aus der nahen Quelle. Das Restaurant und die Bar liegen mitten im Reisfeld.

Kühe, Wasserbüffel, Hühner und Warzenschweine suchen um uns herum in den Feldern nach Körnern.  Wir nennen sie auch Bergkühe, denn sie sind extrem geschickt die Terrassenfelder und Uferhänge zu erobern. Die kleinen Gemüsegärten sind daher zum Schutz alle mit Bambusstangen eingezäunt. 

Hier verbringen wir den nächsten Tag, erkunden das Dorf, lernen wie Einheimische Fische fangen und einiges über „Farming“ in Laos.

Die Kleinen beherrschen bereits den Fischfang …

Bei extrem kalten Wetter geht es morgens wieder mit dem Schiff flussabwärts in Richtung Luang Prabang.

Wir stoppen noch kurz im Dorf Pak Ou und besuchen die beiden Kalkhöhlen von Tam Ting. Direkt am Anlegesteg führt eine Treppe in die buddhistische Wunderwelt: eine Ansammlung großer und kleiner Buddhafiguren.

Bevor wir Luang Prabang erreichen, sehen wir die nächste große Chinesische Investition. Hier wird die Brücke über dem Mekong für die Schnellbahnverbindung nach Singapur gebaut. Auf der Baustelle sind ausschließlich Chinesen beschäftigt.

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