Bali

Die Insel wird ihren Beschreibungen: Insel der Götter, Insel der tausend Tempel oder das letzte Paradies auf Erden voll gerecht. Die grüne tropische Insel mit den freundlichen Balinesen, grünen Bergen und terrassierten Reisfeldern beeindrucken auch uns. 

Bali ist eine kleine Insel von ca. 50 qkm. Der zentrale Vulkan Ayung mit seinen 3000m prägt das Landschaftsbild. Für den Hinduismus ist Bali in Indonesien das letzte Refugium in einem sonst vorwiegend islamischen Staat. Die Kultur Balis ist seit 2000 Jahren durch den Buddhismus und Hinduismus aus Indien sowie den ursprünglichen Ahnenkult geprägt. Die Holländer unterwarfen Bali mit Waffengewalt, respektierten jedoch ihre Kultur.

In der Lombokstraße, der schmalen Meerenge zwischen Bali und Lombok, liegt die sogenannte Wallace Linie, welche die asiatische Flora und Fauna von der australischen trennt. Bali war früher über Java und Sumatra mit dem asiatischen Festland verbunden während Lombok eine feste Verbindung zu Australien hatte. Daher trennt diese biografische Linie Tiger, Affen Asiens von den Beuteltieren, Papageien, Sittichen und Kakadus Australiens.

Der dichte Verkehr von Autos und zahlreichen Mopeds auf den schmalen Straßen macht die Reise abenteuerlich.

Natürlich kann man sich auch einmal verfahren, das passiert halt schon mal. Doch getreu der Standardansage aller Navis – bitte wenden – hat man uns gezeigt, wie man auf dieser vierspurigen Straße trotz typischem A40 Verkehr einen Bus wendet. War wirklich spannend.

Unsere Fahrt über die Insel startet in einer Batikwerkstatt. Hier werden die Tücher noch manuell gefertigt. Der Verkaufsraum erweist sich für Bärbel leider als „Falle“: ein neues Kleid und ein neuer Seidenschal mussten es sein.

Eines der berühmtesten Bauwerke Balis ist der Meerestempel von Tanah Lot. Er liegt malerisch mit vielen kleineren Tempeln auf einem Felsen vor der Küste und kann nur bei Ebbe über eine kleine Furt erreicht werden.

Überall finden wir die typisch hindustischen Darstellungen der Götter: Vishnu, Shiva und Brahma (Bewahrer, Zerstörer und Schöpfer) sowie viele andere Geistergestalten, bei denen man leicht erraten kann, wofür sie stehen.

Warum weist Bali über 20.000 Tempel auf? Das liegt einerseits im Hinduismus begründet, da jedes Dorf je einen Tempel für Brahma, Vishnu und Shiva besitzt und jede Familie einen eigenen Tempel hat. Andererseits ist der Ahnenkult noch sehr weit verbreitet. Er drückt sich durch die zahlreichen kleinen „Geistertempel“ aus, die an jeder Ecke und jedem Eingang stehen. 

Entlang der Straße im Landesinnern fahren wir lange an Grundstücken mit Haustempeln vorbei.

Sogar Kreuzungen und Verkehrsampeln werden bewacht und so vor bösen Geistern bewahrt. Wehe, hier fährt einer bei Rot über die Ampel.

Die Tempelanlage Taman Ayun gilt als die schönste Balis. Sie dient zugleich als Familientempel der Mengwi-Dynastie. Der Königstempel ist umgeben von einem breiten Wassergraben und mit exquisiten Holzschreinen und wunderschönen geschnitzten Toren geschmückt. 

Die Anlage liegt auf einer Flussinsel in einem von Lotusblüten bedeckten Gewässer. 

Zum Lunch besuchen wir ein typisches balinesisches Haus einer Großfamilie. Es besteht aus einem Tempel und vielen Wohnhäuser. Empfangen werden wir mit einer typisch balinesischen Tanzzeremonie.

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