Kuching, die Hauptstadt von Sarawak
Wenn man über den Sarawak River in den Hafen von Kuching einläuft, hat man gleich den Eindruck, „mitten im Dschungel“ zu sein.


Gleichgegenüber dem Kai beginnen die Mangroven und auf der Fahrt zu unserem ersten Ausflugziel, einem Wildlife Center, verstehen wir den Unterschied von „Insel-Regenwald“ wie z.B. in St. Lucia, zu Bergurwald. Überall wuchern Bäume und Pflanzen in mehreren Ebenen übereinander.

Semenggoh Nature Center
Nach einer Autostunde haben wir einen Naturpark erreicht, in dem erfolgreich Orang Utans angesiedelt wurden. Das Habitat ist inzwischen von 8 auf 31 Tiere angewachsen. Orang Utans haben zu 97% identische DNA zum Menschen und erreichen ein stattliches Alter von bis zu 60 Jahren. Die Jungen werden in 7-9 Monaten ausgetragen und leben bis zum Alter von 8-9 Jahren ganz eng bei der Mutter.

Das Semenggoh Nature Center ist nicht eingezäunt, die Ranger sorgen für den Erhalt des Gebietes und bieten den Orang Utans morgens um 9 Uhr einen Frühstückstisch mit vielen Leckereien wie Bananen, den stinkenden Durianfrüchten oder Kokosnüssen an.

Zu der Zeit hoffen die Ranger, mit einem gehörigen Abstand auch die Besucher, dass jemand zum Frühstück kommt. Wir werden erst einmal angewiesen, dass, sollten wir einen Orang Utan begegnen, ja keinen Widerstand leisten und ihm alles aushändigen, was er gerne haben möchte, auch zur Not die Kamera. Sie sind nämlich fünfmal stärker als wir und würden uns im Konfliktfall alle Knochen brechen.

Wir hatten Glück: wir sind keinem Orang Utan direkt begegnet, aber ein etwa 10 Jahre ales Männchen fühlte sich durch das Frühstück angelockt und liess sich aus dem Baumwipfeln zur Plattform heruntergleiten. Er fühlte sich richtig als Star in der Manege und zeigte uns seine Künste am Lianentrapez.



Auch lehrte er uns, wie einfach man Kokosnüsse knacken kann, nämlich, indem man sie einfach am nächsten Baum zerschlägt.


Die Tiere finden im Wald ausreichend Nahrung, so dass sie sich nur unregelmäßig zeigen, häufig kommt auch niemand. Ein weiblichesTier wurde z.B. über 2 Jahre lang nicht gesehen und schon für tot gehalten. Doch vor kurzem tauchte sie als junge Mutter mit einem Baby wieder auf!
Dass die Tiere nur unregelmäßig kommen, ist gewollt. Im Gegenteil, taucht ein Tier zu häufig auf, heißt das, dass es entweder zu faul geworden oder für das Überleben im Wald nicht geeignet ist. Dann kommt es in ein anderes Reservat, wo die Tiere angelernt und auf ihre Aussiedlung vorbereitet werden.
Bidayuh Longhouse
Nach soviel Glück, einen frei lebenden Orang Utang im Regenwald zu sehen, fahren wir weiter zu einem typischen Longhouse. Es leben ungefähr 1000 Einwohner, alles Farmer in diesem Longhouse, besser Longvillage genannt. Es steht auf Stelzen und alle Räume gehen vom Hauptweg ab. Jede Familie hat ein eigenes Zimmer, es gibt Werkstätten, Versammlungsräume, etc.












Natürlich dürfen die Totenköpfe nicht fehlen, in früheren Zeiten waren die Einwohner ja Kopfjäger …


Gegen Mittag geht es wieder zurück zum Schiff und wir genießen einen ruhigen Nachmittag an Bord, bevor wir am frühen Abend Borneo Richtung Singapur verlassen.

Rücksprünge:
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