Sultanat Brunei Darusssalan empfinden wir als exotische Insel in der südostasiatischen Welt: der Sultan ist Dank der Ölförderung (die Kooperation mit Shell führt zum „shell-fare-state“) einer der Reichsten der Welt und das islamische Land ähnelt den Emiraten: keine Steuern, der Staat übernimmt alle Sozialausgaben wie Krankenversicherung, Ausbildung, Altersversorgung. Auf jeden Einwohner kommen durchschnittlich drei Fahrzeuge.


Zu den downsights zählt allerdings die Tatsache, dass das Sultanat zu einer islamischen Republik erklärt wurde und damit in Ausübung der Sharia zahlreiche Verbote gelten, die drastisch geahndet werden wie Rauchen, Alkohol, Müllen, Ehebruch etc. Umweltsünden scheinen nicht dazu zu gehören: wir haben selten einen so stark verschmutzten Fluss gesehen wie den Brunei River.

In der Hauptstadt „Bandar Seri Begawan“ – dieser Name ist wirklich sehr leicht zu merken – ist architektonisch klar angelegt und wirkt sehr klinisch. Allen Mitarbeitern des Governments wird ein Haus mit einem farbigen Dach zur Verfügung gestellt. Die Farbe des Daches gibt Auskunft über das Gehalt des Bewohners. Größere Wohnkomplexe, übrigens nur vom Feinsten, stehen auf Stelzen und haben im Erdgeschoss, also unter dem Haus, die so wichtigen Parkplätze. Als Highlights aber sind die großen Moscheen zu nennen, die wir uns by night angesehen haben:



Der überdachte Nachtmarkt, leider nicht typisch südostasiatisch, sondern eher etwas künstlich, bietet den Werktätigen die Möglichkeit, noch schnell ein Abendessen als take-away mit nach Hause zu nehmen.










Aber überall wird Plastik, Plastik und noch einmal Plastik verwendet. Hier finden wir auch in Mengen, die stinkende Durian Frucht vor deren Mitnahme in allen öffentlichen Gebäuden und Hotels strengstens verboten ist. Wir haben die Gelegenheit genutzt, mal etwas Anderes als Sterneküche zu genießen. Rüdiger hat sich gleich an einen dicken Fisch gewagt:




Interessant ist der Ausflug zur Water Village, der größten auf der Welt. Hier leben noch über 10000 ehemalige Fischer recht traditionell. Es ist schon interessant, was man so alles in so einem Haus unterbringen kann.








Auf der anschließenden Fahrtdurch die Mangroven, wird uns die Verschmutzung des Flusses noch einmal so richtig vor Augen geführt. Trotzdem sehen wir aber noch noch die für diese Region typischeTierwelt.







Rücksprünge:
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