Ankunft
Wer hätte das gedacht. Ohne jegliche Verspätung haben wir unser Schiff erreicht. Keine Wartezeiten in Düsseldorf, den 50 min Umstieg mit dem Flieger problemlos bewältigt, anschließend eine halbe Stadtrundfahrt durch Kopenhagen mit dem Taxi, am Schiff ankommen, kurz einchecken und dann …
das erste Glas Champagner an Bord, köstlich …

Kurz darauf legen wir schon ab und fahren der Abendsonne entgegen.





Rønne (Bornholm)

Obwohl viel näher am heutigen Schweden gelegen, ist die Insel Bornholm seit 1522 in dänischem Besitz und war einst ein wichtiger Ostseehandelshafen. Die Ursprünge gehen auf den Erzbischof von Lund zurück, Südschweden war damals in Besitz Dänemarks.

Wir erreichen Bornholm in Rønne, dem Hauptort der Insel mit täglichen Fährverbindungen nach Schweden und Deutschland.


Nachdem der Fischbestand in der baltischen See in den 80er Jahren dramatisch zurückging, verschwand die Haupteinnahmequelle der Bornholmer, nämlich den Heringsfang. Heute leben die Inselbewohner von der Landwirtschaft (Agrargüter sowie Kühe, Schweine, Schafe), zunehmend vom Tourismus und vom Export von durch Windkraft erzeugten Strom. Als Exportartikel ist der Käse Dana Blue auch in deutschen Märkten zu finden.
Besucher aus Skandinavien und Deutschland strömen jeden Sommer nach Bornholm und in die Stadt Rønne, um die Idylle der Insel zu genießen. Besucher und Einwohner schätzen den frisch geräucherten Hering, der in speziellen Räuchereien zubereitet wird.
Der Süden verfügt über eine Küste mit weißen Sandstränden, während der Norden schroffe Klippen bietet. Das bewaldete Landesinnere ist von Wanderwegen durchzogen. Um zu vermeiden, dass der Sand durch den starken Westwind auf die Felder geweht wird, haben die Dänen an der Küste einen Streifen bewaldet.
An der Nordspitze der Insel, auf einer der steilen Küstenklippen Bornholms, befinden sich die Überreste der Burg Hammershus aus dem 13. Jahrhundert mit herrlichem Blick über die Küste. Sie wurde auf Granit gebaut. Hier mussten die damaligen Bewohner Bornholms ihre Steuern in Form von Naturalien dem Erzbischof abliefern.




Das schönste aller Bornholmer Fischerdörfer ist das charmante kleine Fischerdorf Gudhjem. Dieses malerische Dorf mit nur 780 ständigen Einwohnern bedeutet „Heimat Gottes“. Fischerei und Walfang waren früher die Haupteinnahmequellen, inzwischen liegt der Schwerpunkt auf Tourismus, insbesondere in den Sommermonaten drängen sich die Besucher durch die engen Gassen. Im September ist dagegen allenfalls Nachsaison. Gudhjem war auch der erste Ort, der mit dem Räuchern und Exportieren von Heringen begann, eine Tradition, die zur „charakteristischen Delikatesse“ für die gesamte Insel werden sollte. Heute gibt es leider kaum noch Fische in der Ostsee.






Diese faszinierende, ungewöhnliche Insel ist vor allem für ihre Rundkirchen bekannt, die vor Jahrhunderten als Befestigungsanlagen gegen Angriffe heidnischer Eindringlinge und Piraten errichtet wurden.
Zu unserem Leidwesen frischt der Wind enorm auf und erreicht fast Sturmstärke. Da wird die Ausfahrt durch die enge Hafeneinfahrt ein Abenteuer.





Fredericia



Der kleine dänische Hafen auf dem Festland gegenüber der Insel Fünen bietet einen freundlichen Empfang. Der Ort wurde im 16.Jhd auf dem Reissbrett als Barockstadt geplant und sollte perspektivisch mal Hauptstadt Dänemarks werden. Dieses Vorhaben musste allerdings durch Kriege, Zerstörungen und mangelnden Finanzen aufgegeben werden. So entwickelte sich eine Kleinstadt mit senkrecht zueinander verlaufenden Straßen und mit einem der wichtigsten Tiefseehäfen Dänemarks.
Zur Verteidigung der Landseite wurden ein Festung aus Erdwällen errichtet, die heute noch vorhanden sind bzw. wiederhergestellt wurden.









Im inneren Teil der Altstadt ist eine Statue zu sehen, die ein Denkmal für die gefallenen Krieger darstellt. Der Fuss steht auf der Kanone und die Waffe liegt in der linken Hand, als Zeichen für Frieden.



Desweiteren lernen wir das Keramikmuseum kennen, das neben dem Herstellungsprozess auch eine umfangreiche Kollektion von Porzellan der Royal Copenhagen aus vielen Jahrhunderten zeigt.








