Die Königsstraße ist eine historische Handesroute. Der Höhenweg führt nicht durch den Jordangraben östlich über das Hochplateau und ist landschaftlich überwältigend. Schon vor 4000 Jahren war sie der Hauptverbindungsweg für die Karawanen zwischen Nordsyrien (Palmyra), dem Jemen (der Weihrauchlieferant zur damaligen Zeit) und Ägypten (Kairo). Hierüber soll auch Moses die Hebräer zum gelobten Land geführt haben. Die Bedeutung ist auch deswegen sehr hoch, weil die Königsstraße bei Palmyra die Seidenstraße kreuzt.




Als Hauptverbindungsweg war der Karawanenweg ständig hart umkämpft. Deshalb heißt er heute auch Königsstraße.
Hinter Madaba erreichen wir eine riesige Schlucht, das Wadi Mudschib, das die Reisenden durchqueren mussten. Und das war alles andere als einfach, u.a. auch weil es damals den kleinen Erfrischungskiosk noch nicht gab.
Wir durchqueren das gewaltige Massiv über eine gut ausgebaute Straße und setzen die Fahrt nach Karak fort.
Auf unserem weiteren Weg sehen wir viele Beduinen mit ihren Schafen, Ziegen und Kamelen.









Die aus dem 12. Jhd stammende Kreuzritterburg Karak liegt auf einer Bergkuppe von etwas mehr als 1000m Höhe und ist von 3 Seiten von einem Tal umgeben. Sie wurde vom Kreuzritterkönig Balduin I. 1142 beauftragt. 1189 ergaben sich die heiligen Ritter nach einjähriger Belagerung den arabischen Feldherren, die zuvor die Festung aushungern liessen. Später wurde die Festung durch die Mamluken umgebaut und erweitert.



Interessanterweise ist die Festung in den Felsen hineingehauen. Es gibt viele unterirdische Gänge und Räume.

Ob die alten Kreuzritter schon diese Fluchtmöglichkeit kannten?
Die heutige Stadt lebt vom Obst- und Gemüseanbau. Im Winter wird es hier sehr kalt, nicht selten fällt Schnee.

Die wuchtige Festung Shobak (ehem. Mont Real) beeindruckt durch die exponierte Lage. Die Kreuzritterburg thront auf einem Berghang umringt von Obstbäumen. Leider haben wir sie aus Zeitmangel nur von weitem gesehen.
Die Ausgrabungsstätte Beidah wird oft als kleine Petra bezeichnet. Sie liegt versteckt in der Mitte eines Berges im Wadi Mursa, indem auch Petra liegt. Durch das Wadi Mursa zogen die Karawanen und häufig übernachteten Sie in Klein Petra.



Über einen schmalen, 325 m langen Siq (Canyon) erreicht man das Dorf, das über einen weiteren Siq mit Petra verbunden ist.






Beindruckend sind die Tempel und die Trauerhallen (Triklinium) für rituelle Bankette zu Ehren der Verstorbenen.




Besonders schön ist das Biklinium, bestehend aus zwei Räumen, mit einer Deckenmalerei. Es befindet sich in der oberen Etage dieses ganz und gar aus dem Fels gehauenen Baus. Die Plattform vor dem Eingang erreicht man nur über eine größtenteils sehr schmale und stark verwitterte, insbesondere aber ungesicherten Treppe.





