Fahrt durch die Battlefields in die Drakensberge
Die erste Wegstrecke führt zunächst durch das uns bereits gut bekannte Buschland. Immer wieder fanden wir Hinweise und Wegweiser zu Lodgen und Game Farms für die Jagd-Touristen. Dann passieren wir das Ithala Reserve mit seiner beeindruckenden Bergszenerie.
Auf dem Weg nach Vryheid wechselt die Landschaft in Farmland: Rinderzucht und intensive Landwirtschaft mit riesigen Ackerflächen. Nach einem kurzen Stop in der Junction hinter Vryheid ging es dann ungebremst (Bärbel fährt) nach Dundee, wo man den Schildern zu wichtigen Schlachtfeldern („Battlefields“) der Buren, Zulus und Engländern nicht ausweichen kann.
Wir legten einen kurzen Stop in Ladysmith ein, um uns die viktorianischen Bauwerke anzusehen. Dies hat in Südafrika ja Seltenheitswert. Da wir das voll beladene Auto nicht zu lange unbeaufsichtigt lassen wollten, entschieden wir uns die letzte Etappe über Bergville zu den nördlichen Drakensbergen anzutreten.







Drakensberge
Cavern Resort und Spa
Unser Hotel ist ein typisches Wochenend-Hotel für reiche Südafrikaner, vorzugsweise mit Kindern. Für uns bietet es insbesondere einen sehr gut sortierten Weinkeller, in dem wir uns abends den Wein aussuchen, den wir dann auf einer der wunderschönen Terrassen genießen.
Dabei trafen wir heute ein älteres südafrikanisches Ehepaar, das uns bereits beim Abendessen durch seinen sehr respektvollen Umgang mit dem Personal aufgefallen war. So ein Verhalten war auf unserer Reise leider keine Selbstverständlichkeit. Wir haben insbesondere in den Buschcamps Situationen erlebt, in denen sich weiße Südafrikaner arrogant und herrisch gegenüber dem schwarzen Personal aufgeführt haben.
Mit unseren südafrikanischen Freunden verbrachten wir einen wunderschönen Abend bei herrlichem Wetter und gutem Wein und erfuhren viel Interessantes über Land und Leute.









Wandern in den Drakensbergen
Unser Hotel, das Cavern Ressort & Spa, liegt in den nördlichen Drakensbergen in der Nähe des Royal Natal Nationalparks. Die gigantische Bergkulisse kann man von den vielen verschiedenen Terrassen des Ressorts bewundern.

Jetzt sind wir Flachlandtiroler besonders gefordert, denn jetzt wird gewandert. Natürlich haben wir uns umgehend zum Morning Walk angemeldet, wenn auch nur zu dem kurzen und späten, also dem nach dem Frühstück. Das Wetter ist heiß, weit über 30 Grad und der erwartete kurze Spaziergang entpuppt sich als Kletterpartie durch die gleißende Sonne mit mittlerem, für uns allerdings hohem, Schwierigkeitsgrad. Da mussten wir am Nachmittag die Muskeln erstmal bei einer Massage im Forest Retreat lockern und für den nächsten Tag vorbereiten lassen.



Denn am nächsten Tag geht es dann in den Nationalpark, der sich durch eine schöne Bergwelt und ein gigantische, 5 km breite Felswand, dem sog. Amphitheater, auszeichnet. Die Lady im Besucherzentrum erklärte uns anhand eines Plans die möglichen Wanderwege. Uns empfahl einen Rundweg zum Tiger Wasserfall. Auf Nachfrage bestätigte sie uns, dass dieser Weg leicht zu laufen ist: jeweils 3 km hin und zurück, insgesamt 3 h und auch der strahlend blaue Himmel und die hohen Temperaturen von wieder weit über 30 Grad wären kein Problem. Wir starten optimistisch und klettern in der prallen Sonne stets bergauf. Nach 1,5 Std. haben wir erst 2 km der Wegstrecke zum Wasserfall zurückgelegt. Unser opulenter Wasservorrat von noch einem halben Liter Wasser, die zu erwartende Mittagshitze und das zum Frühstück verschmähte Bergsteigermüsli überzeugten uns, den geordneten Rückzug anzutreten und die schöne Bergwelt des Hinwegs noch einmal in der Mittagshitze zu genießen.







Für die Wanderung zum Amphitheater benötigt man allerdings einen ganzen Tag. Man sieht das Bergmassiv aber auch sehr gut vom Besucherzentrum aus. Unsere Empfehlung lautet: nicht die Zeit mit den Hügeln in der Nähe des Hotels zu verschwenden, sondern jeden Tag eine der schönen Wanderungen im Nationalpark zu machen.