Auch wenn die ersten Tage vom Wetter her nicht so gut vorhergesagt sind wie wir es uns wünschen, freuen wir uns auf die Tour. Wir haben uns schöne Hotels nahe bei Lausanne und in Calamadrana in der Nähe von Asti ausgesucht, die wir als Ausgangspunkt für unsere Touren ausgesucht haben.
1. Etappe: Ziel Hegenheim bei Basel

Unsere erste Etappe führt uns nach Hegenheim in die Nähe von Mülhausen im Elsass, denn wir wollen am ersten Tag die Langstrecke hinter uns bringen. Diesmal wählen wir aber eine etwas andere Route, denn die A3 und A5 bis Basel kennen wir schon fast auswendig.
Wir wollen zunächst über die A61 bis Ludwigshafen und dann über die A65 zur A35 in Frankreich fahren. Über Straßburg geht es dann durch’s Elsass über Colmar nach Mülhausen und von dort nach Hegenheim.
Es ist erstaunlich, wieviel Gepäck in unseren Alfa passt. Ob da noch Platz für ein paar Flaschen Wein bleibt?


Es ist regnerisches Wetter vorhergesagt. Doch hinter Köln ist es trocken und wir rollen gemütlich gen Süden. Ein kurzer Stop in der Höhe von Bingen und im Elsass sind eine willkommende Unterbrechung für unsere Knochen.



Unser Ziel ist Jenny, ein kleines, sehr schönes Hotel in Hegenheim in der Höhe von Basel, aber noch in Frankreich. Es hat ein gutes Restaurant mit einer großen Auswahl ausgesuchter Weine. Wir freuen uns nach 6 Stunden Fahrt erst einmal über das leckere Willkommensbier.
2. Etappe: Ziel Morges am Genfer See in der Nähe von Lausanne
Und wieder ist regnerisches Wetter vorhergesagt. Da es am Nachmittag aber zeitweise aufklaren soll, starten wir erst etwas später. Unsere Tour führt uns durch das Berner Jura über Neuchâtel nach Morges. 224 km warten auf uns. Geplante Fahrzeit 4 Std. Die Kurvigkeit wird vom Routenplaner mit 62 bewertet – Bärbel freut sich schon.
Das Wetter klart früher auf als erwartet und so fahren wir bei trockenem Wetter los. Die Berge sind allerdings nebelverhangen und manchmal nieselt es ein wenig.




Doch schon bald wartet der erste Höhepunkt auf uns: der Col du Chasseral (1502m), eine einspurige Straße mit Ausweichbuchten und vielen „Fans“ an und auf der Straße.
Der Col du Chasseral befindet sich im Berner Jura und überquert die südlichste Kette des Juragebirges.
Von der Passhöhe soll sich bei klarer Sicht ein herrlicher Blick auf die gesamte Alpenkette vom Säntis im Osten bis zum Mont Blanc im Westen eröffnen. Leider hatten wir keine gute Sicht, aber dafür viele Fans.


Danach geht es am Bieler See vorbei nach Neuchâtel. Insgesamt brauchen wir aber deutlich länger, als von der App berechnet. Motoradfahrer sind eben einfach erheblich schneller unterwegs als wir.





Stop in Neuchâtel
Neuchâtel, am gleichnamigen (Neuenburger-) See gelegen, ist die viertgrößte Gemeinde der französisch sprachigen Schweiz. Sie ist Zentrum der Schweizer Uhrenindustrie und Standort der Microtechnologie und Hightechindustrie der Schweiz.
Wir erreichen Neuchâtel bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen, ideal für eine kleine Pause. Nach einem kleinen Imbiss am Hafen machen wir noch einen schönen Rundgang durch das Hafenviertel.





Weiterfahrt zum Genfer See
Da die Zeit bereits weit fortgeschritten ist kürzen wir unsere Route ab, um nicht zu spät an unserem Zielort Morges anzukommen. Erfreulicherweise ist das Wetter jetzt sehr schön und wir können endlich offen fahren.


Morges
Morges ist ein kleiner, gemütlicher Ort westlich der Kantonshauptstadt Lausanne mit einem schönen Hafen, einer weitläufigen Uferpromenade und einer interessanten Altstadt. Am Berg hinter dem Ort erstrecken sich die Weinreben von Échichens.





Unser Hotel Mont-Blanc au Lac liegt sehr zentral direkt an der Promenade. Wir haben ein sehr schönes Zimmer mit einem kleinen Balkon zum See. Von unserem Zimmer haben wir eine phantastische Aussicht auf den See, den Sporthafen und die Savoyer Alpen. Bei guter Sicht soll man dem Mont-Blanc sehen können. Auf entsprechend klares Wetter warten wir noch, auch wenn wir uns bisher über das Wetter nicht im geringsten beschweren können.






Und dann klart es am Abend doch noch auf und wir können zwischen den beiden Bergmassiven von unserem Tisch im Restaurant aus den Mont Blanc sehen.
Lausanne

Heute ist es sehr windig. Trotzdem entscheiden wir wir uns, mit dem Schiff nach Lausanne zu fahren. Wir schwanken ordentlich, als wir quer zu den Wellen zur Seemitte herausfahren. Bärbel wählt sicherheitshalber einen Platz draußen an Deck.
Lausanne am Genfer See ist nach Zürich, Basel und Genf die viertgrößte Stadt der Schweiz. Die Stadt ist ein bedeutendes Wirtschafts- und Kulturzentrum sowie Verkehrsdrehscheibe der Westschweiz, die Bern, Genf und den Engadin verbindet.
Seit 1993 heißt sie offiziell „Olympische Hauptstadt“, da sie den Hauptsitz des IOC sowie den internationalen Sportgerichtshof sowie den Sitz zahlreicher Weltsportverbände beherrbergt. Zudem ist sie Sitz des Schweizer Bundesgerichts und zahlreicher Forschungseinrichtungen. Wir besuchen u.a. den Olympischen Garten.






Ausflug nach Lavaux
Das Lavaux ist das größte zusammenhängende Weinanbaugebiet der Schweiz und UNESCO-Weltnaturerbe. Es liegt an den steilen Hängen der Nordseite des Genfer Sees zwischen Lausanne und Montreux und wurde von Mönchen in Terrassenbauweise angelegt. Steile Hänge und im Hintergrund verschneite Berge prägen das Bild.
Wir fahren über die Panoramastraße durch das Weingebiet, genießen die Aussichten und fahren über enge Straßen durch alte Weinorte.






Etappe 3: Fahrt ins Piemont
Unsere 3. Etappe führt uns über den großen St. Bernhard nach Italien. Die Strecke ist sehr lang und deshalb fahren wir bis Martigny Autobahn. Dann geht hoch auf 2473m.









Die Abfahrt geht durch das schöne Aostatal. In Aosta selbst machen wir erst einmal eine verdiente Pause.

Die Zeit ist schon fortgeschritten und so kürzen wir die Weiterfahrt ein wenig ab. Unsere Calimoto-App hatte zwar wieder schöne kleine Straßen für uns ausgesucht, aber wir wollen ja auch einmal im Hotel in Calamandrana, in der Nähe von Canelli, ankommen. Wir wählen deshalb einen möglichst direkten Weg und sind ein wenig überrascht, dass selbst die offiziell größeren Straßen doch recht klein sind.
Unser Hotel Almaranto ist ein weitläufiges, schönes Anwesen und bekannt für seine Kochschule accademia Piemonte und sein Spezialitätenrestaurant ADAGIO. Es ist ein idealer Ausgangspunkt um die Weinorte in direkter Nähe und in der Umgebung von Alba zu besuchen. Von unserem Zimmer aus haben wir einen schönen Blick auf die Weinberge.





Die Landschaft des Piemont erweist sich als sehr abwechslungsreich. Wälder, in denen man die weltberühmten Trüffel findet, Wälder mit Haselnussplantagen, Haselnussplantagen mit Wein oder nur Wein wechseln sich ab.


Haselnussplantagen und Wald
Haselnussplantagen und Weinanbau




Die ganze Gegend ist ein Eldorado für Cabriotouren. Es gibt kleine, kurvige Straßen ohne Ende. Unsere calimoto-APP findet insbesondere einspurige Strecken und endlose Umwege. Wir greifen deshalb immer wieder auf unser Navi im Auto zurück damit wir unsere Ziele einigermaßen pünktlich erreichen. Unsere erste Tour führt uns in die Umgebung um Alba. Auf den Hügeln liegen die alten, malerischen Weinorte.

Die wunderschönen Orte Serralunga d’Alba, Castiglione Falletto, la Morra, Barolo usw. liegen auf unserer heutigen Route durch das schöne Piemont.




Wir machen Mittagspause in Castiglione Falleto in einem netten Restaurant mit phantastischer Aussicht.





Auf dem Heimweg stoppen uns immer wieder die Erntetraktoren mit Ladungen Weintrauben. Es ist Erntezeit.



Unser Hotel liegt im Nizza Monferrato Weinanbaugebiet, das sich auf die Herstellung von hochqualitativem Rotwein aus 100 % Barbera-Trauben konzentriert. Diese Region ist für ihre Hügel, warmen Sommer und die Verwendung der beliebten Barbera-Rebe bekannt, was zu einem trockenen, samtigen Wein mit hoher Säure und Aromen von dunklen Früchten führt.
Der Nizza DOCG wurde 2014 eingeführt, um die herausragenden Barbera-Weine des Gebiets zu fördern und als „Grand Cru“ des Barbera d’Asti hervorzuheben.


Im Hotel lernen wir die Weine von Michele Ciarlo kennen. Wir beschließen, das Weingut für eine Weinprobe zu besuchen. Leider haben wir in unserem Cabrio nicht viel freien Platz, sodass wir uns beim Weinkauf etwas zurückhalten müssen.
Uns beeindruckt die moderne, automatische Abfüllanlage.


Etappe 4: Lago Maggiore
Unsere 4. Etappe ist recht kurz und führt uns zum Lago Maggiore. Wir wollen nicht zu spät im Hotel ankommen und deshalb wählen wir bis zum See die Autobahn. Aber dann geht es über die Küstenstraße bei bestem Wetter nach Brissago.



Brissago ist ein kleiner sehr beschaulicher Ort mit einer sehr schönen Promenade.




Ausflug nach Ascona



Wir machen mit der Fähre einen Ausflug nach Ascona.
Ascona hat eine sehr schöne Altstadt und eine noch schönere Promenade mit Cafés und Restaurants im Überfluss. Jetzt im Herbst ist es hier nicht mehr so voll und man findet sogar freie Plätze.




Wir genießen den Tag bei schönem Wetter.


Letzte Station: Luganer See



Auf unserer Rückfahrt machen wir noch einen Stop bei Freunden am Luganer See und genießen noch einmal einen herrlichen Sommertag.
Heimfahrt

Und dann geht es leider wieder nach Hause. Wir genießen noch einmal eine schöne Cabriotour über den Gotthard Pass teilweise auf der alten und teilweise auf der neuen Passstraße. Anschließend geht es auf die Autobahn Richtung Heimat.













Auf der Passhöhe.



