Kanarische Inseln

La Palma

La Palma begrüßt uns wie Madeira im Dunst. Die Insel ist felsig und waldreich und verfügt über passive und aktive Vulkane. Sie ist die Wanderinsel der Kanaren. Wir legen in Santa Cruz de La Palma an und lernen erst einmal den starken Nordostpassat kennen. Es pfeift ordentlich und es ist deshalb auch nicht so warm wie erwartet, ja sogar etwas kälter als auf den Azoren.

Unsere Inselrundfahrt führt uns zuerst zur Wallfahrtskirche Nuestra Senora de las Nieves. Sie wurde auf den Ruinen des Heiligtums der Ureinwohner errichtet.

Wir fahren weiter zum Nationalpark Caldera de Taburiente, der von oben betrachtet wie ein großes Loch in der Insel aussieht. Nachdem wir den Gipfel der Berge überquert haben und auf der westlichen Inselseite ankommen, ändert sich das Wetter schlagartig. Jetzt ist es sonnig und trocken, da die Wolken des Nordostpassats an der östlichen Bergseite hängen bleiben.
Der Nationalpark umfasst die Caldera, ist über 2000m tief und ist das Wanderparadies der Insel. Wir machen einen kleinen Spaziergang auf dem Kraterrand.
Der Wald auf der Westseite der Insel besteht hauptsächlich aus Pinien.

Neben dem erloschenen Vulkan Tamburiente gibt es auf der Insel die weiteren Vulkane Teneguia und Cumbre Vieja, aus dem kürzlich ein neuer Ausbruch erfolgte. Wir sehen den neuen entstandenen Berg Tajogaite mit seinem verheerenden Lavastrom.

Santa Cruz de la Palma wirkt vom Meer aus brachtet auf den ersten Blick nicht besonders attraktiv. Trotz des starken Windes machen wir uns auf den Weg und erkunden die Altstadt. Die Old Town besteht aus drei parallel zur Küste verlaufenden engen Gassen, die für ihre jahrhundertealte Architektur, Häuser im kolonialen und kanarischem Stil, und dem Kopfsteinpflaster bekannt sind..

Überall findet man kleine Geschäfte und nette Restaurants und Kaffees, in denen ein Verweilen lohnt.

Bekannt sind die Häuser für ihre kunstvoll verzierten Balkone, insbesondere an der Avenida Mritima.

Plaza de Espania ist der schönste Platz mit dem Rathaus aus dem 16. Jahrhundert und der Hauptkirche El Salvador.

La Gomera Teneriffa

… es kam wie es kommen musste. Der starke Nordostpassat zwang unsere Crew zur Umplanung. Bei über 2m hohen Wellen ist an ein Tendern mit Zodiacs nicht zu denken. So wichen wir nach Teneriffa aus, wo wir im Hafen von Santa Cruz anlegen konnten.

Teneriffa zählt zu den östlichen, und damit älteren, kanarischen Inseln.

Die Insel erstreckt sich um die große Caldera de las Cañadas, einem riesigen vulkanischen Einsturzkessel, der weit vor den heute sichtbaren Vulkanen, dem Teide, dem Montaña Blanca und dem Pico Viejo entstanden ist. Der Krater ist mit einen Durchmesser von 17 km eine der größten Vulkankesseln weltweit. Der ‚Parc National del Teide‘ umfasst das gesamte Gebiet einschließlich der Vulkane Pico Viejo und Montaña Blanca.  Der äußere Rand ist bis in die Niederungen von einem Pinienwald gesäumt. Der Teide ist mit 3715m der höchste Berg Spaniens. Er erhebt sich 7500m über dem Meeresgrund. Sein letzter, signifikanter Ausbruch war 1905. 

Der erste Stop führt uns zu den Minen von St. Jose. Hier wurden vor der Gründung des Nationalparks Lavasteine abgetragen. Diese überwältigende Mondlandschaft beherbergt erstarrte Lavaflüsse, ausgebrannte Schlackefelder und bizarre Felsformationen. Die Verhältnisse sind ähnlich wie auf dem Mond und so bietet sie sich diese Landschaft für den Test von Forschungsfahrzeuge für Venus, Mond und Mars an. Natürlich wurden hier auch viele Filme gedreht.

Wir machen erst einmal eine Kaffeepause im Parador, ehe wir die Caldera und die Roques de Garcia besichtigen. In der Caldera kann man die riesigen Lavaströme sehr gut erkennen.

Auf unserem Spaziergang zwischen den Felsen entdecken wir einige Tiere, die den schwierigen Verhältnissen trotzen. Wir sehen einen Great Shrike Vogel, einen Raubwürger, der u.a. Heuschrecken auf den Stacheln der Pflanzen aufspießt, um sie dann später zu verspeisen. Diese Heuschrecke hat er aber noch nicht entdeckt. Auch sehen wir einen Skinke, der zur Familie der Echsen gehört.

Auf unserem Heimweg haben wir die Gelegenheit, die Spuren der Entstehungsgeschichte der Cañada zu verfolgen. 3 Millionen Jahre Eruptionsgeschichte haben Aufschichtungen von Ablagerungen der verschiedesten Eruptionen geschaffen.

Zum Abschluss unserer Tour erleben wir das typische Wetter Teneriffa’s. Lag die Nordküste am Morgen noch in der Sonne, so ziehen ab Mittag Wolken auf, die sich langsam die Berge hinaufschieben.

Rücksprünge:

nach oben

Startseite Makaronesien

zurück zur HOMEPGE