Lombok

Die Insel Lombok liegt im Osten von Bali auf der anderen Seite einer tiefen Meerenge und bietet neben einem großen Vulkan (s. Bild) eine einzigartige Kultur, wunderschöne Landschaften und eine weit weniger hektische Atmosphäre als wie auf Bali. 

Die Insel wurde einst von einer Reihe von Sasak-Prinzen regiert, die ständige Invasionen von sumbawanesischen und makassaresischen Angreifern von den Nachbarinseln abwehren mussten. Im Jahr 1740 errichteten die Balinesen (Hindu Rajas)  hier eine Festung und zwangen den Sasaks ihre Kultur auf. Später kam Lombok unter niederländische Herrschaft, ehe die Insel 1945 die Unabhängigkeit mit der Zugehörigkeit zu Indonesiens erlangte.

Heute leben hier 80 % Sasak (Moslems) und ca. 10% Balinesen (Hindus). Die Mehrheit der Bevölkerung lebt von Agrikultur, d.h. Anbau von Reis, Mais, Bananen, Tabak, Mangos und Durian Früchten. Die Produkte werden nach Java exportiert. Daneben spielt Fischfang und Tourismus eine ökonomische Rolle. Lombok zählt wie die benachbarten östlichen Sundainseln bis Timor zur Provinz Nusa Tenggara Barat, deren Hauptstadt Mataram ist.

Während unserer Fahrt ziehen Reisfelder an uns vorbei, aus denen häufig farbenfrohe Moscheen herausragen. Im Hintergrund sind die hohen vulkanischen Berge des Nordens erkennbar.

Die meisten Attraktionen Lomboks befinden sich im westlichen Bezirk der Insel, in einem Umkreis von neun Meilen um die Hauptstadt Mataram.

In Cakranegara, im Hindu-Distrikt Matarams gelegen, befindet sich der Mayura Water Palace von 1744, eines der religiösen und historischen Gebäude Lomboks. Er diente zu Zeiten der balinesischen Herrschaft als Residenz für die Raja-Dynastie. Gleich gegenüber befindet sich der größte Hindutempel des Landes.  In einem großen Teich steht der sog. „schwimmende“ Pavillon, der als Versammlungsort der Hindu-Fürsten und als Gerichtshalle fungierte.

Obwohl der Verkehr auf Lombok viel gemässigter ist als auf Bali, ist die Vielzahl an Mopeds im fliessenden Verkehr gewöhnungsbedürftig. Häufig werden Kleinkinder einfach vorne auf den Roller gestellt, und schon fährt Mutter los.

Die Stadt selbst erinnert uns an Städte in Malaysia: viele Moscheen und gigantische Monumente.

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