Unter britischer Herrschaft als Burma bekannt, kann Myanmar nach seiner Öffnung seit den 90er Jahren wieder bereist werden. Die demokratischen Wurzeln haben allerdings in den letzten Monaten durch den Rohingya – Konflikt, der schon seit der Kolonialzeit an der Grenze zu Bangladesh schwelt, gelitten. Wir haben uns dazu einige Analysen angehört. Als Außenstehender ist schwer zu erkennen, wie genau die politischen Kräfte greifen. Klar ist lediglich, dass kein buddhistische Burmese ( 85% ) die Greueltaten verurteilt. Sie betrachten Ihr Land als buddhistisch, räumen dem Islam keinen Platz ein und betrachten diese Volksgruppe, die seinerseits die Britten unterstützt hatten, als illegale Einwanderer.
In keinem anderen Land wie in Myanmar ist der Buddhismus in Reinkultur (Theravada) so stark vertreten ( 85% Buddhisten, 10% Christen, 3% Moslems und 2% Hindu ). Im Land der Pagoden begegnet man daher auch recht häufig Gruppen orange gekleideter Mönche. Ein Grund liegt darin, dass jeder gläubige Mann einmal in seinem Leben für mindestens ein paar Monate, in der Regel aber für zwei Jahre, in das Mönchsleben eintauchen muss. Während dieser Zeit ist er auf Spenden (insbesondere Essenspenden) der Bevölkerung angewiesen.
Wirtschaftlich wird Myanmar in erster Linie von China und Japan unterstützt. Daneben sind Investoren aus Malaysia, Indien und Singapur zu nennen. Zu den Exportartikeln zählen Reis, Teakholz, Seefood, Edelsteine (Rubine, Jade) und Erdgas. Dagegen müssen Technologie und IT-Equipment importiert werden.
Ankunft in Myanmar
Nach Verlassen der Straße von Malakka segeln wir entlang der Küste von Myanmar durch die Andamanensee in den Golf von Martaban. Dort ist as Wasser braun von den Sedimenten des Irrawaddi, der Lebensader von Myanmar, der hier in einem riesigen Delta ins Meer mündet.




Wir fahren in den Flussarm hinein, der von Yangon (brit. Rangun) kommt. Das Delta verlandet zunehmend, so dass wir bereits ca. 30 km vor Yangon im Containerhafen anlegen müssen, wo wir herzlich von einer birmesischen Folkloregruppe empfangen wurden:




Yangon (Rangun)
war bis 2006 Hauptstadt von Myanmar (vormals Birma, Burma) und ist nach wie vor kommerziell und kulturell die bedeutendste Stadt Myanmars. Herausragendes Touristenziel ist die Shwedagon-Pagode. Sie wurde zum Nationalheiligtum erklärt und zählt zum Unescoweltkulturerbe. Beeindruckend ist die 98m hohe Stupa mit einer 25cm großen Goldkugel als Spitze, die mit 4000 Diamanten besetzt ist. Über allem schwebt ein riesiger Smaragd. Die Basis der Pagode ist ein Oktogon umringt von jeweils 8 kleinen Stupas.
Shwedagon Pagode
Wir haben uns für die Tour „Shwedagon by Candlelight“ entschieden und haben das Wunderwerk bei Nacht erlebt.






