New York

Anreise: Wir glauben, New York mag uns nicht

Es war, als wenn wir erst einen Kick für New York brauchten. Per Zufall fand Rüdiger kurz vor unserer Abreise heraus, dass unser Flug Düsseldorf – New York gestrichen und wir über Frankfurt umgebucht worden waren. Unser Reisebüro wusste von nichts, recherchierte aber, dass wir noch eine zweite Buchung einen Tag später hatten. Die interessierte uns aber nicht so richtig und folglich waren wir am Montag pünktlich in Düsseldorf am Flughafen und checkten uns für den Flug nach FRA mit Weiterflug nach New York ein. Kaum in der Lounge angekommen erreichte uns die erste Verspätungsmeldung. Für irgendwelche Umbuchungen oder Umstieg auf die Bahn war es zu spät. Und es kam, wie es kommen musste: wir verpassten unseren Anschlussflug nach New York und verbrachten erst einmal einen bayrischen Abend in Frankfurt.

Auch unsere Wetterapp meinte es überhaupt nicht gut mit uns. Nachdem sie uns tagelang das schönste Wetter prophezeit, prognostizierte sie jetzt drei Tage schwersten Dauerregen. Diese App steht kurz davor, abgewählt zu werden, denn irgendwie kommt sie mit dem Wetter in New York nicht zurecht.

Nach dem üblichen Chaos am Frankfurter Flughafen hatten wir einen super Flug in einem A380. Bester Service, gutes Essen und wir erreichten New York gut gelaunt und, entgegen der Prognose, bei gutem Wetter. Nichts zu sehen von dem Dauerregen. Die Einreiseformalitäten waren recht schnell erledigt und schon ging es mit Vollgas im Yellow Cap zum Hotel.

Nach einem kleinem Imbiss genießen wir die fantastische Aussicht von unserer Hotelbar.

Insbesondere nachts in der Bar genießt man einen genialen Ausblick.

Der erste Eindruck überzeugt dennoch

Schnell ausgepackt und schon ging es los. Chinatown und Little Italy waren unsere ersten Ziele. Wirklich schöne Ecken aber nicht zu vergleichen mit den China Towns in den asiatischen Metropolen.

Und wir hatten Glück und sahen einen der typisch chinesischen Umzüge.

Und dann sind wir noch zur Brooklyn Bridge gelaufen, um uns die Skyline bei Nacht anzuschauen.

Mittwoch: da meine WetterApp etwas trotzig ab Mittag wieder massiv mit Regen drohte, sind wir direkt zum Rockefeller Center gefahren, um noch eine kleine Chance auf eine klare Sicht von „Top of the Rocks“ zu wahren. Es ist uns leider nicht ganz gelungen – die Aussicht war eher etwas gespenstisch:

Wetterbedingt haben wir die Tour umgeplant und den mit der Metro erreichbaren Grand Central vorgezogen. Wie wir aus den Besichtigungen verschiedener Auswanderer- Museen wissen, sind hier im 18. und 19. Jahrhundert die Auswanderer aus Europa angekommen. Hier hofften Sie, den Medizincheck und den Sprachtest zu überstehen, um dann in eine neue Welt aufbrechen zu können. Aber das war einmal. Trotz allem strahlt die Vanderbilt Hall immer noch eine Atmosphäre vergangener Epochen aus:

Um 14 Uhr hatten wir die Guided Tour „ground zero tour“ gebucht. Den Termin haben wir trotz Regenwetter natürlich eingehalten. Sicherheitshalber hatten wir vorher noch Regenschirme erstanden, aber unser Guide schenkte uns noch zusätzlich Regencapes. Damit waren wir bestens gerüstet.

Es war mehr als beeindruckend, sich dieses schreckliche Ereignis noch einmal vor Augen führen zu lassen. Die totale Zerstörung auch der gesamten Umgebung hat uns unser Guide mit Bildern ausführlich erläutert. Alle Teilnehmer der Tour erinnerten sich ziemlich genau, wo sie gerade waren, als sie die Nachricht der Attacke am 11. Sept. 2001 erreichte. Auch wir können uns noch sehr gut an dieses schreckliche Ereignis erinnern. Wir weilten damals gerade mit Maria&Hans in der Toskana als wir auf der Heimfahrt von einem Ausflug von dieser Meldung geschockt wurden.

An den ursprünglichen Standorten der Twin Towers wurden jeweils ein entsprechend großes quadratisches Becken mit einem Wasserlauf in den Boden eingelassen. Das Wasser verschwindet in die Mitte des Beckens unsichtbar. Im Beckenrand sind die Namen der Opfer während des Angriffs bzw. der gestorbenen Feuerwehrleute verewigt. Zwischen den beiden Becken ist die Gedenkstätte „9/11 Memorial“ errichtet.

Was wir nicht wussten, sind die riesigen Ausmasse der Zerstörung. Einzig die St. Paul Cathedral überstand den Angriff nahezu schadlos.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist new-york-montreal-2019-06-new-york-9-11-10.jpg

In der Umgebung sind inzwischen neben dem alles überhöhenden „One World Trade Tower“ drei weitere, von verschiedenen Architekten geplante Skyscraper gebaut worden, die alle zusammen ein Arrangement aus insgesamt 5 Wolkenkratzern bilden werden, sobald auch noch Nr. 2 fertiggestellt ist.

Die Aussicht vom Observation Center des One World Trade Center ist in der Rundumsicht gigantisch:


Sensationell fanden wir den Oculus, einer eiförmige Mall mit Zugang zu unzähligen Metrolinien.

Donnerstag: Sollte New York uns doch mögen?

Auch wenn sich Wetteronline immer noch ziert und mit Regen droht, heute scheint die Sonne bei herrlich klarer Sicht. Besser kann das Wetter kaum sein. Damit steht die Entscheidung, auch noch einen Blick von der dritten bekannten Observierungsplattform, dem Empire State Building, zu nehmen. Inzwischen sind wir ausreichend metroerfahren und erreichen schnell die 34. Strasse. Das Gebäude wurde übrigens innerhalb von nur 2 Jahren gebaut und 1931 eingeweiht.

Zur Einstimmung nehmen wir schon einmal Maß vor einem Modell:

Der Ausblick heute entschädigt für das schlechte Wetter von gestern. Der Ausblick gegen den Uhrzeigersinn:

Und zur Spitze des Gebäudes:


Im Gebäude selbst befindet sich noch eine alte Rohrpostanlage:

Das Flatiron, das Bügeleisenhaus, ist eines der ältesten Hochhäuser New Yorks.

Wir laufen über die 5th Avenue zum Madison Square Garden und weiter über den Broadway zum Union Square. Hier fanden früher traditionell die Gewerkschaftsver- anstaltungen statt. Inzwischen ist hier eine grüne Oase mit Kinderspielplatz, Sitzgelegenheiten für die Mittagspause und eine Hunde- Ausgehzone für die Asphalt-Vierbeiner entstanden.





Hier haben die armen amerikanischen Asphalthunde ihren eigenen kleinen Spielplatz

Hier beginnen die Ortsteile von NYC die einen kleinstädtischen Charakter haben, Greenwich Village und West Village. Die Bebauung ist niedriger, ist gibt Vorgärten und grüne Strassenzüge. Hier am Washington Place liegt auch die Universität.

Die Ursprünge der Freiheitsbewegung der Gays liegen ebenfalls hier und zwar in der Christopher Street, nach der heute noch in Europa die CSD-Veranstaltungen benannt sind.

Langsam läuft unsere Zeit in New York ab. Was fehlt noch: natürlich der Time Square, New Yorks Theater-Viertel Broadway. Aber das was wir sehen sagt uns: hier müssen wir so schnell nicht wieder hin. Was wir sehen ist Reklame, Leuchttafeln, Informationsbänder, Hektik, Mickey Mouse, aso.


Ein Ausflug nach New York ohne einen Besuch des Central Parks ist natürlich unmöglich. Daher statten wir dem berühmten Parken zum Abschluss unseres Aufenthalts, einen, wenn auch nur kurzen, aber entspannenden Besuch ab.

Freitag:


Nun heißt es Abschied nehmen. Sicherheitshalber hatten wir gestern unser Schiff beim Einlaufen bereits genau beobachtet. Es war alles in Ordnung und so freuen wir uns auf das Auslaufen durch den Hudson River am frühen Abend.

Zum Abschied grüßt uns noch einmal die Freiheitsstatue. Sie steht eindrucksvoll an der Einfahrt zum Hudson River – wie kann es sein, dass einige Amerikaner sie permanent übersehen?

Was uns in New York so auffiel:

Die New Yorker entsprachen nicht so ganz unserem Bild von den typischen Amerikanern, denen wir bisher begegnet waren, denn wir haben kaum dicke Menschen gesehen. Vielleicht lag es auch daran, dass wir in Chinatown gewohnt haben und so sehr vielen Asiaten begegnet sind, die ja eher etwas kleiner aber vor allem schlanker sind.

Rücksprünge:

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