Das philippinische Archipel umfasst mehr als 7000 Inseln, von denen – hauptsächlich bedingt durch Wassermangel – nicht alle bewohnt sind. Mit 120 Millionen Einwohnern hat der Großraum Manila eine sehr hohe Bevölkerungsdichte. Etwa 10 % der Bevölkerung arbeitet im Ausland und zwar in der ganzen Welt in über 200 Ländern. Die Bevölkerung ist durch die Spanier als erste Kolonialherren der Philippinen sehr katholisch geprägt (über 85%). Im südlichen Distrikt Mindanao existiert eine muslimische Enklave.
Die Inseln liegen auf dem sog. „Ring of Fire“, mit 200 Vulkanen, von denen allerdings die meisten nicht mehr aktiv sind. Leichtere Erdbeben sind an der Tagesordnung.
Historisch wurden die Inseln zunächst von den Spaniern besetzt. Die bereits damals als Helden in die Geschichte eingegangenen Befreier waren Dr. Rizal und Andres Bonifacio, die beide letztendlich vom Gegner oder Konkurrenten exekutiert wurden. Noch heute sind Parks und Straßen nach ihnen benannt.
1869 wurde mit Emilio Aguinaldo der erste philippinische Präsident gewählt.
Infolge der ersten Kubakrise zwischen Spanien und den USA folgten die Auseinandersetzungen an der Manila Bay, bei der die USA 1899 als Sieger hervorgingen. Mark Twain war damals Reporter und berichtete von grausamen Kriegsgeschehen. Die Amerikaner sind allerdings im Gegensatz zu den Spaniern sehr hoch geschätzt, da sie in die Bildung der Philippinos investiert haben, ihre Religionsfreiheit garantiert und aus heutiger Sicht die englische Sprache eingeführt haben. Durch die gemeinsame Sprache gelang es erstmals die verschiedenen Stämme zu integrieren und bis heute einen Vorteil gegenüber allen anderen Asien Pacific Staaten zu haben. Durch die deutlich bessere Aussprache der Philippinos im Vergleich zu den Indern werden zunehmend Callcenter nach Manila verlegt und Sprachschulen gegründet.
Während des zweiten Weltkriegs litt Manila sehr unter dem Bombardement der Japaner (unter Hirohito). Dieser 2 Jahre dauernde Krieg zerstörte die Stadt wesentlich, die Amerikaner gewannen die Schlacht schließlich und entließen die Philippinenbereits 1946 in die Unabhängigkeit.




Allerdings hatten die Philippinos kein Glück mit ihren Herrschern: 1965 kam Ferdinand Marcos an die Macht. Uns ist eher seine eigenwillige Frau Imelda in Erinnerung, die einen Befreiungsschlag für die Diskussion brachte, wieviel Schuhe keine Frau benötigt… Ferdinand ist im Gegensatz zu Imelda im Exil verstorben. Ihm folgte eine Frau: Curazon Aquino.
Den aktuellen Präsidenten beschrieb unser Guide als Mischung von Mad Max und Dirty Harry. Allerdings steht 85 % der Bevölkerung hinter ihm. Das ist für europäische Verhältnisse nicht vorstellbar, allerdings immer noch weniger als Putin hinter sich hat.
Manila



Beliebtes Fortbewegungsmittel sind alte, umgebaute und lustig bemalte amerikanische Truppentransporter aus dem 2. Weltkrieg, sog. Jeepneys.







Im 2.Weltkrieg schwer zerstört – nur Warschau und Dresden erlebten ähnliche Verwüstungen – sind nicht viele koloniale Gebäude wieder errichtet worden. Zu ihnen zählen die spanische Festung Intromuras, St. Augustin Church, der Kokospalast und das berühmte Manila Hotel.




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