Siem Reap Angkor

Was haben wir nicht alles schon gesehen und erlebt. Und jetzt Angkor, der Höhepunkt unserer Reise. Aber das heißt auch: Tempel ohne Ende. Wir sind selbst gespannt, wie viele Tempel wir noch vertragen.

Am ersten Morgen geht es auch gleich früh los. Die Roluos-Gruppe steht auf dem Programm. Die Rolous Gruppe stammt aus der frühen Epoche 9. Jhd. Diese Epoche ist hinduistisch geprägt und die Qualität des Handwerks zeigt sich in den detaillierten Figurenrelieffs und den reichverzierten Türstürzen und Fenstersäulen.

Preah Ko

Preah Ko, der Tempel der heiligen Bullen ist dem Gott Shiva gewidmet, einem der wichtigsten hinduistischen Götter mit großer Schaffungskraft.

Die heiligen Bullen und Devatawächter neben den Türportalen ..

Türportal …

Prasat Bakong

Bakong ist der Prototyp des Tempelbergs. Er ist der erste Sandsteinbau und größer und kunstvoller als seine Vorgänger. Auch er ist dem Gott Shiva gewidmet.

Zunächst bringen wir den Mönchen etwas zu Essen und werden dafür gesegnet.

Dann geht es zum Tempel …

Rechts und links die Bibliothek …

Türstürze …

und wieder einen Tempel geschafft …

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Wir verlassen die Roluos-Gruppe, müssen zum nächsten Tempel aber ein Stück fahren. Wir wählen den traditionellen Weg per Ochsenkarren …

Vorbei an Bauernhöfen, mageren Kühen …

Kinder werden von der Schule abgeholt …

 

Banteay Srei

Dieser Tempel gehört nicht mehr zur Roluos-Gruppe. Er wurde erst später im 10. Jhd errichtet und gilt als der best erhaltendste Tempel und beherbergt die schönsten Beispiele der klassischen Baukunst der Khmer. Er wurde aus rotem Sandstein vermutlich von Frauen gebaut und besitzt einzigartige Steinmetzarbeiten.

Direkt am Eingang können wir die für diese Zeit außergewöhnlichen Steinmetzarbeiten bewundern.

Obiges Bild zeigt Shiva mit seiner Frau auf einem Bullen …

Affen und Löwen bewachen die Tempeleingänge …

… und immer wieder Tänzerinnen …

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Bevor wir uns den letzten Tempel für heute ansehen, machen wir noch einmal Pause  und lassen uns die die Produktepalette der Palmfrüchte einführen. Wir probieren sogar den Palmwein und werden sofort an unsere Studienzeit erinnert: er schmeckt wie damals der griechische Retsina und wird folgerichtig nicht einer unserer Favoriten.

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Banteay Samré

Gilt neben Angkor Wat als einer der wichtigsten Tempelbauten des 12. Jahrhundert. Zum Glück haben die Franzosen in den 30er Jahren großen Aufwand in die Restaurierung gesteckt, andernfalls würden wir keine Mauern mehr sehen. Die Anlage ist eher in die Fläche gebaut als hoch aufsteigend und weist hohe handwerkliche Präzision auf. Die Tempelaufgänge sind zu allen 4 Himmelsrichtungen durch Löwen flankiert, deren Köpfe jedoch stark zerstört sind. Viele Schäden wurden durch den Bürgerkrieg (Pol Pot Regime) aber auch früher durch den aufkommenden Buddhismus erzeugt.

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Die Eingänge werden von Löwen bewacht, deren Gesichter leider zerstört wurden.

Der Tempel …

Interessante Doppelsäulen in den Fenstern und der Sarkophag …

Für heute geschafft!!

 

Ta Prohm

Diese Tempel- und Palastanlage wurde nicht freigelegt und restauriert, sondern dem Dschungel überlassen. Die Mauern sind von mächtigen Wurzelwerken der Kapokbäume und Würgefeigen umschlungen und bieten dem Besucher ein einzigartiges Bild. Die besondere  Atmosphäre dieser Kulisse wird auch im Film „Thomb Raider“ sichtbar.

Der Urwald zerstörte die Gebäude nicht – im Gegenteil: das Herauslösen der Bäume würde die Mauern zu Fall bringen. Sie tragen nicht nur zum ausserordentlichen Erscheinungsbild bei, sondern bilden inzwischen ein natürliches Korsett zur Stabilisierung und Erhaltung der Anlage.

Apsaras …

Angkor Wat

Das frühe Aufstehen hat sich an diesem Morgen gelohnt. Um 5 Uhr morgens geht es los um die großartige Tempelanlage Angkor Wat bei Sonnenaufgang zu erleben.
Wir sind früh genug angekommen, um in der 2. Reihe eine Platz zu erwischen. Noch sind erst etwa 100 Besucher da – das soll sich bald ändern.

Langsam wird es heller und allmählich zeichnet sich die majestätische, von Bildern bekannte, Silhouette ab. Die 5 Prasats (heiligen Türme) in Form einer Lotusblüte sind dem Gott Vishnu gewidmet. Der mittlere und höchste Prasat symbolisiert den heiligen Berg Meru, dem Sitz der Hindugötter.

Im 12. Jahrhundert, dem Höhepunkt der Khmer Herrschaft gebaut, bildet Angkor Wat das prächtigste Meisterwerk der Tempelarchitektur weltweit. Es liegt auf einem rechteckigen Areal von 1500 x 1300 Meter mit einer Fläche von knapp 2 Quadratkilometern. Der umgebende 200 m breite Wassergraben ist in dieser Zeit leider ausgetrocknet. Ein Meisterstück unglaublichen Ausmasses und perfekter symmetrischer und auf geometrischen Berechnungen angelegte Raumgliederung befinden sich die 4 Mauerringe in bestem Renovierungszustand.

Das Tempelzentrum ist von einer umlaufenden Galerie umgeben, die über 800 m Bildtafeln beherbergen. Sie enthalten mythologische Geschichten und historische Ereignisse wie Schlachten.

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Obwohl der Tempel zunächst hinduistisch zu Ehren von Vishna konzipiert wurde, wechselten sich die buddhistischen mit den hinduistischen Herrschern ab, so dass verschiedene Stilelemente zu sehen sind.

Typisch auch Vishnudarstellungen mit 8 Armen und die 7 Nagas

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Die tanzenden Asparafiguren sind in Ihrer Detaillierung und Filigranität unerreicht:

Damals und heute …

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Nicht zu verwechseln mit den Tänzerinnen sind die über 1500 Darstellungen der weiblichen Gottheit Devatas:

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Als wir Angkor Wat verlassen, kommen die chinesischen Touristen …

 

 

Angkor Thom

Noch im selben Jahrhundert beginnt der neue Herrscher mit dem Bau einer neuen Königstadt und Tempelanlage, die einer Kleinstadt gleicht. Auf einem Areal von 3×3 km wird in nicht mehr als 20 Jahren die erste buddhistische Tempelanlage errichtet. Es ist die Zeit des Übergangs vom Hinduismus zum Buddhismus. Der Herrscher war allerdings Kosmopolit, so dass auch hier hinduistische Elemente angetroffen werden.

Vor den Toren von Angkor Thom säumen zwei Reihen von Giganten den Weg. Auf der einen Seite die Devas (Gottheiten) und aF der anderen Seite die Asuras (Dämonen).

Es handelt sich nicht um weniger als die letzte große Hauptstadt des Khmer Reiches mit Sakralbauten, Königspalästen, Krankenhäusern,  fünf Toren, Prozessionsstraßen umgeben von Wassergräben. Zur Spitzenzeit wohnten hier 1 Mio Einwohner. Das Reich wurde 1431 von den Siamesen eingenommen. Damit endet das glorreiche Khmer Reich.

Der zentrale Bayontempel ist bekannt durch die Buddha-Darstellungen auf allen Prasats:

Abschließend warfen wir bei sengender Hitze noch einen Blick auf die Terrasse der Elefanten. Sie wurde zur Ehren der Elefanten errichtet, die beim Bau des Tempels die Schwerstarbeit zu verrichten hatten und zu Tausenden ihr Leben lassen mussten.

Die Elefantenterrasse überblickt den ehemaligen Königsplatz, der als theatralischer Schauplatz für Paraden und Zeremonien angelegt wurde.

Der Aufgang zum Königspalast wird wie üblich von Löwen bewacht.

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