Québec, die größte Provinz Kanadas, ist eine kulturelle Bastion Frankreichs im britisch- puristischen Nordamerika. An den flachen, fruchtbaren Uferterrassen des St. Lawrence Stromes siedelten schon vor mehr als 300 Jahren Kolonisten aus Frankreich.
Wir sind vom Golf St. Lawrence den breiten Fluss mit den zahlreichen Seen, im Westen an New Brunswick vorbei, bis Québec City hinuntergefahren, wobei wir noch einmal den Indian Summer genießen konnten.


Die Hauptstadt der Provinz Québec liegt am Nordufer des St. Lorenz-Stroms in Höhe der Mündung des Rivière Saint-Charles und vor dem Beginn des Sankt-Lorenz-Ästuars.

Prägende geographische Merkmale sind die markante Verengung des Stroms, die der Stadt ihren Namen gegeben hat, sowie das über dem Strom rund hundert Meter steil aufragende Hochplateau Colline de Québec, auf dem sich das Stadtzentrum befindet. Die Altstadt verteilt sich Haut Ville (oben auf dem Plateau umgeben von Stadtmauern) und die Basse-Ville talwärts bis zum Place Royale. Quebec City stellt die größte französische Siedlung außerhalb Frankreichs dar.

Quebec hat eine vergleichsweise lange Historie und wurde 1608 durch Samual de Champlain gegründet. Schon damals entwickelte sich die Stadt zum wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum der Kolonie Neu-Frankreich. Sie ist die einzige Stadt nördlich von Mexiko mit einer vollständigen Stadtbefestigung.
Architektonisch gilt Québec als die europäischste Stadt Nordamerikas, zurückzuführen auf die gut erhaltene Altstadt mit zahlreichen Gebäuden überwiegend französischer Prägung, teilweise noch aus dem 17. Jahrhundert.
Direkt am Pier beginnt das Vieux Québec, und zwar die Unterstadt (Basse Ville). Kleine Gassen und idyllische Plätze laden hier zum Verweilen ein – leider in dieser Jahreszeit etwas zu kalt.








Der obere Teil der Altstadt (Haut Ville) ist von Stadtmauern mit einer Zitadelle umgeben. Somit ist Québec heute die einzige befestigte Stadt Amerikas nördlich von Mexiko. Die Altstadt wurde 1985 von der UNESCO zum Welterbe erklärt. Zur Oberstadt (Haute Ville) gelangt man zu Fuß oder mit dem Aufzug.






Auf dem Weg zum Place Royale gewinnt man den Eindruck in Paris Montmartre zu sein. Sogar die Verkaufsstände der Bilder laden zum Stöbern ein.


Erster Anlaufpunkt ist meistens die große Terrasse Dufferin vor dem Fairmont Château Frontenac, dem höchsten Punkt der Stadt, von dem man einen herrlichen Blick über die gesamte Umgebung, auch den Zusammenfluss von St. Lawrence und St. Charles River hat.

Eine weitere bedeutende Stätte ist das Ground of Abraham, auch als Battlefields oder Fields of Abraham bekannt, in der die Briten am Ende des 7jährigen Krieges endgültig die Franzosen geschlagen haben. Seit 1759 ist Neu-Frankreich eine britische Kolonie. Kurios ist die Tatsache, dass sich ausgerechnet an der Stätte der Niederlage bis heute die stärkste frankophile Provinz erhalten hat.

In unmittelbarer Nähe liegt das Parlamentsgebäude.

Natürlich besichtigen wir den Vieux Marché mit Chef de Cuisine David Bilsland. Obwohl der Markt inzwischen neu ausserhalb des Zentrums errichtet wurde, vermittelt er nach wie vor die Atmosphäre eines französischen Gourmettempels. Chef de Cuisine erklärte uns die Käse- und Fischspezialitäten, auch durften wir Einiges probieren.






Kanadische Donuts haben ein wesentlich kleines Loch als US Donuts..


Das nahende Halloween ist unübersehbar.


Wir verlassen Quebec Richtung Montreal, der letzten Station unserer Reise.

