

Seine schroffen Felsformationen im feinen Sand machen das Wadi zu einer der schönsten Wüstenlandschaften weltweit. Vor 30 Mio. Jahren entstanden, ist das Wadi Rum 100 km breit und 60km lang und besteht aus Granit und Sandstein sowie großer Sanddünen. Alles wirkt im Morgen- und Abendlicht in herrlichem rostrot. Das Wadi Rum ist sowohl Weltnaturerbe als auch Weltkulturerbe.
Im Winter fällt auch gemässigter Regen, so dass man von einer Halbwüste spricht. Das Wadi beherbergt große Vorkommen an Grundwasser. Aufgrund der zunehmenden Wasserknappheit in Amman wurde eine Pipeline vom Wadi Rum nach Amman zur Trinkwasserversorgung verlegt. Da sich der Vorrat nicht regeneriert, schätzt man, dass die Quellen in 15-20 Jahren erschöpft sind. Entweder sind bis dahin neue Speicher entdeckt oder die Regierung muss massiv in Entsalzungsanlagen am Roten Meer investieren.
Auch wir finden ein Wasserloch, indem sich Regenwasser gesammelt hat.



Die Herrschaft beanspruchen mehrere alteingesessene Beduinenstämme. Etwa ein Drittel der Fläche des Wadi wurde im Nordosten des Gebiets für den Tourismus freigegeben, d.h. auf diesem Gebiet bauten die Beduinen Zeltcamps für sich und Touristen. Es sollen inzwischen ca. 200 Camps entstanden sein. Wir übernachten im Rahayeb Desert Camp. Unser Fahrer brachte uns bis zum Ende der befestigten Straße – dann übernahm uns der Jeep des Camps.


Kaum angekommen, unternehmen wir eine beeindruckende Rundfahrt mit unserem Jeep.



Die Felsformationen sind durch durch wenig witterungsbeständigen Sandstein sehr bizarr. Die Berge teilweise sehr hoch und die Täler malerisch.
Wadi Rum ist auch Weltkulturerbe. Überall findet man alte Steinzeichnungen von Kamelen und Oryxen und Hinweisen für die Karawanen, wo Wasser zu finden ist.


Sehr schön auch diese Felsenbrücke.


Beeindruckend ist auch der Champignon.


Natürlich eignet sich die einzigartige Kulisse als Austragungsort für Filme. Neben dem Film „Laurence von Arabien“ wurden weitere Klassiker hier gedreht: Indianer Jones, Ridley Scotts Prometheus, Kung-Fu-Filme mit Bruce Lee, Mission Impossible.
In der eher unberührten Teil leben einige syrische Wölfe, gestreifte Hyänen und Nubische Steinböcke. In 2002 hat man auch erfolgreich arabische Oryx Herden ( Antilopen, denen wir schon in Namibia begegnet sind) wieder angesiedelt.










