
..die Löwenstadt. Wobei der berühmte wasserspeiende „Löwe“, genannt Merlion, am Ufer des Fullerton Hotel ein Fabelwesen aus Löwe und Fisch darstellt.

Singapur, das sich auf einer Fläche kleiner als Hamburg erstreckt und knapp 5 Mio Einwohner zählt, ist eines der reichsten Staaten der Welt. Singapur liegt auf der südlichen Spitze der malayischen Halbinsel Malakka und kann wirklich als Vielvölkerstaat bezeichnet werden. 77% der Einwanderer sind Chinesen, 14% Malaien, 8% Inder und einige wenige Japaner, Juden, Araber und Europäer. Daher ist auch der Buddhismus vorherrschende Religion, gefolgt vom Hinduismus (Inder) und Islam(Malaien). Amtssprachen sind Englisch, Mandarin, Malayisch und Tamil.
Die Stadt ist eine hochmoderne Metropole und schließt zahlreiche Parkanlagen und botanische Gärten ein. In Singapur taucht man in eine Welt der Gegensätze:
- Der Ruf des Muezzins im Centrum des Finanzkapitalismus
- Malaien spielen mah-jongg und in der Marina Bay findet die Asien Flugshow statt
- Chinesische Wahrsager und hochbezahlte Consultants beraten denselben Unternehmer
- Die megahohen Wolkenkratzer der Finanzwelt stehen nur wenige Meter von den chinesischen Food Market entfernt.
Der Stadtstaat wirkt extrem sauber und geordnet – und auch dass vor dem Hintergrund der vielen ausländischen Arbeiter, Studenten und Touristen. So ist Rauchen überall verboten. Müllen leisten sich höchstens die Bäume, die einfach Blätter auf die Straße werfen…
Financial Centrum
Sir Stamford Raffles erkannte bereits in 1819, dass die einzigartige Lage des Ortes von außergewöhnlich strategischer Bedeutung war und kaufte die Insel als Sitz für die britische East India Company, welches der Grundstein für Singapur darstellte.
Seine Prognose des idealen Standortes für ein Handelszentrum war richtig. Bereits 100 Jahre später lebten hier über 250.000 Menschen bestehend aus 48 ethnischen Gruppen und handelten mit Elfenbein, Gewürzen, Tee, Seide, Opium, Kautschuk und Zinn.
Heute beeindruckt die Skyline des Finanzzentrums entlang des Raffles Squares und entlang des Singapur Rivers:





Singapur River
Der koloniale Stadtkern ist entlang der Lebensader der Stadt, dem Singapur River, gewachsen. Hier findet man das Denkmal des Gründers – Sir Stamford Raffles – sowie zahlreiche restaurierte Kolonialgebäude direkt neben den Finance Towers:






Street Food / Food Market
Typisch für Singapur sind die zahlreichen Food Courts., sog. Hawker Centres, verteilt über alle Stadtteile. Besonders beeindruckend ist die Atmosphäre in den chinesischen und indischen Vierteln.




Lau Pa Sat
Der Food Court Lau Pa Sat wird in einer wunderschönen, im britischen Jugendstil erbauten Markthalle, beherbergt. Tagsüber fahren auf den 6-spurigen Straßen um die Markthalle Autos. Abends werden die Straßen gesperrt und Armadas von Festzelttischen und – bänken sowie Plastikstühlen fallen ein und verwandeln den gesamten Platz in eine Freßmeile mit vielen Grillständen. Spezialität: Saté-Spieße frisch vom Grill.


Die Atmosphäre diese Street Food Markets mit all seinen exotischen Düften ist einmalig. Man sitzt zwischen den Hochhäusern und genießt die Spezialitäten bei einem frisch gezapften Bier. Aber Vorsicht, es gibt auch kleine Fallen. So durfte ich meinen frisch gegrillten Rochen mit Stäbchen essen. Insbesondere das Zerteilen des Fisches war somit eine kleine Herausforderung.







Marina Bay – das moderne Wahrzeichen
An der früheren Mündung des Singapur Rivers entstand das größte Süßwasserreservoir der Stadt, welches eine – von Malaysia unabhängige – Wasserversorgung ermöglichte. Besser bekannt ist die Marina Bay durch das imposante Hotel, welches zugleich ein Einkaufszentrum, Spielcasino und vielfältige Wassersportarten anbietet.







Singapur steht für extreme Diversität der Kulturen, Lebensformen und Religionen und strebt über seine gesellschaftlichen Regeln nach vollkommener Ordnung und harmonischem Zusammenleben. So wird z.B. eine Ghettobildung unterbunden, in dem die Bewohner von Wohnkomplexen immer gemischt aus allen ethnischen Gruppen zusammengesetzt werden, und zwar entsprechend der Quote der Bevölkerung.
Hindu Tempel Sri Krishna




Little India
rund um die Serangoon Road ist ein kleines Stück Indien auf engstem Raum. Fliegende Händler biete die Waren an, Wahrsager mit sprechenden Papageien locken Kunden an. Henna Tattoos werden professionell aufgetragen, chinesische Brokatstoffe und indonesische Batik angeboten.
Und Europäer werden einfach durch die wunderschönen Pashmina Tücher in die Läden gelockt…











China Town
In Chinatown, dem alten Stadtzentrum am linken Ufer des Singapur River haben sich teilweise alte Bauten erhalten oder wurden entsprechend wieder hergestellt:










Hier findet man auch d i e Foodstreet – und nach dem Neujahrsfest auch den Star 2018 – die wunderschönen Hunde aus Plastik, Keramik oder Plüsch, s.o.
Malayisches Viertel / Arab Street
Rund um die Sultansmoschee mit der goldenen Kuppel und der großen Moschee erstreckt sich das kleine malayische Zentrum, welches ebenso Araber, Pakistani, indische und indonesische Moslems beherbergt.
Die Straßenläden sind prall gefüllt mit Leder- und Korbwaren, Parfümöl, Batik und Seide.





